Die kurze Antwort
Leadkauf lohnt sich für eine Webagentur, wenn der Preis je Anfrage kleiner ist als Ihr Deckungsbeitrag je Auftrag mal Ihrer Abschlussquote. Bei einem Deckungsbeitrag von CHF 4'000 und einer Abschlussquote von 20 Prozent darf eine Anfrage bis CHF 800 kosten, bevor Sie draufzahlen. Alles darunter ist Gewinn, alles darüber ist eine Wette.
Die Rechnung im Einzelnen
Nehmen Sie drei Zahlen, die Sie bereits haben: was ein durchschnittliches Projekt bei Ihnen an Deckungsbeitrag übrig lässt, wie viele Erstgespräche Sie in einen Auftrag verwandeln und was Sie heute für ein Erstgespräch ausgeben. Multiplizieren Sie die ersten beiden, und Sie wissen, was Ihnen eine Anfrage höchstens wert sein darf.
| Ihre Zahl | Beispiel |
|---|---|
| Deckungsbeitrag je Auftrag | CHF 4'000 |
| Abschlussquote auf Erstgespräche | 20 Prozent |
| Höchstpreis je Anfrage | CHF 800 |
Wer mit diesen Beispielzahlen rechnet, hat Luft. Wer mit CHF 1'200 Deckungsbeitrag und 8 Prozent Abschlussquote rechnet, hat keine: Dann darf eine Anfrage CHF 96 kosten, und schon die günstigste Klasse ist zu teuer.
Der Fehler, den fast alle machen
Die meisten rechnen mit der Abschlussquote auf Empfehlungen, nicht mit der auf fremde Anfragen. Eine Empfehlung kommt mit Vertrauen, eine gekaufte Anfrage nicht. Rechnen Sie mit der Hälfte Ihrer gewohnten Quote, bis Sie Ihre eigene Zahl gemessen haben.
Genau dafür sind die ersten drei Anfragen bei uns gratis: Drei Fälle sind statistisch nichts, aber sie zeigen Ihnen, wie sich das Gespräch anfühlt und ob Ihr Angebot dort überhaupt greift.
Drei Fälle, in denen es sich nicht lohnt
- Sie melden sich erst nach Tagen. Wer zwei Tage wartet, spricht mit jemandem, der inzwischen weitergesucht hat. Dann kaufen Sie bezahlte Enttäuschung.
- Ihr Einstiegspreis liegt hoch. Arbeiten Sie erst ab CHF 15'000, passt nur die Premium-Klasse, und davon entstehen am wenigsten.
- Sie haben keine Lieferkapazität. Eine gewonnene Anfrage, die drei Monate liegen bleibt, kostet Sie den Kunden und den Ruf.
Was Leadkauf nicht ersetzt
Gekaufte Anfragen ersetzen keine Empfehlungen und keinen Ruf. Sie füllen die Lücken dazwischen: die Monate, in denen das Netzwerk nichts liefert, und die Zeit, in der eine neue Person im Verkauf noch keine eigenen Kontakte hat. Als einzige Quelle sind sie zu teuer und zu unstet.
Wir sagen keine Menge zu, und das ist kein Versehen. Wie viele Anfragen in Ihrer Region und Ihrem Budgetband entstehen, hängt vom Monat ab. Wer darauf einen Plan baut, baut auf Sand.
Wie Sie es prüfen, ohne viel zu riskieren
Nehmen Sie die drei Gratisanfragen, melden Sie sich bei jeder am selben Tag und schreiben Sie auf, was passiert ist: erreicht, Gespräch geführt, Offerte gestellt, gewonnen. Danach haben Sie eine eigene Zahl statt einer Meinung, und können mit der ersten Rechnung oben entscheiden.